Mein Name ist Beate Moll, ich bin 52 Jahre alt und arbeite als Architektin in einem kleinen Büro in Berlin-Moabit. Seit Anfang der 2000er wohne ich in einer Altbauwohnung in der Ufnaustraße — vierter Stock, knarrende Bohlendielen, doppelflügelige Kastenfenster, ein lauter Hinterhof, in dem die Müllabfuhr morgens kurz nach sieben anrückt. Klingt romantisch, ist es manchmal auch. Nur leider nicht beim Einschlafen.
2022 bin ich nach einer ziemlich langen Projektphase in einen waschechten Burn-out gerutscht. Was bleibt, wenn alles andere wieder geht: ein extrem brüchiger Schlaf. Einschlafen okay, aber Durchschlafen war jahrelang nicht selbstverständlich. Ich bin um vier wach, höre den Wind im Kamin, höre die S-Bahn-Ringbahn, höre meinen eigenen Kopf — und schlafe nicht mehr ein. Nach dem dritten Monat dieser Nummer habe ich angefangen, das System zu zerlegen: Matratze, Topper, Kissen, Decke, Bettwäsche, Licht, Lärm, Temperatur, Aufstehritual. Jedes Element einzeln.
Daraus ist diese Seite entstanden. Schlafnotizen ist tatsächlich mein Schlaftagebuch, nur eben in öffentlich. Ich teste Produkte zwischen vier und acht Wochen — manchmal länger, wenn es spannend wird — und schreibe ehrlich auf, was passiert ist. Mein Partner Henning ist seit Jahren mein zweiter Datensatz: derselbe Raum, dasselbe Bett, aber komplett andere Schlafgewohnheiten. Was bei mir funktioniert, scheitert bei ihm — und umgekehrt. Das ist enorm hilfreich, weil ich dadurch merke, wo ein Produkt nur für meinen Körpertyp passt und wo es wirklich etwas kann.
Ich verkaufe nichts selbst und arbeite mit keinem Hersteller zusammen. Die Seite finanziert sich über Amazon-Partnerlinks — wenn du nach einem meiner Tests bei Amazon einkaufst, bekomme ich eine kleine Provision, du zahlst keinen Cent mehr. Das ändert nichts daran, was ich schreibe: Wenn eine Matratze nach drei Wochen Rückenschmerzen macht, lese ich das hier nach, nicht in einer schönen Pressemitteilung.
Was mir wichtig ist: Berlin ist im Sommer schwül, im Winter trocken, im Hinterhof laut, und ein Altbau ist kein klimatisiertes Hotelzimmer. Wenn ich also über Sommerbettwäsche oder Lärmschutz schreibe, dann aus genau diesem Kontext — und nicht aus einem Test-Labor. Wenn dein Schlafzimmer ähnlich klingt: vielleicht hilft dir das eine oder andere hier. Wenn nicht: Schlaf wird trotzdem nicht im Geschäft entschieden, sondern in deinem eigenen Bett, über viele Wochen.